Tim Oktober - 26 - 2010 Allgemein, QueenslandKommentare deaktiviert

Auf ins Paradies

Wie stellt man sich oftmals das Paradies vor? – Genau… Schneeweiße Stränge, türkisblaues Meer, Palmen, Sonne, usw. usf. – Die Whitsundays bzw. im Speziellen Whitehaven-Beach entspricht dem allgemeinen Bild bis aufs Haar. Vor der Ostküste Queenslands gelegen ist man mit einem Schnellboot innerhalb von kürzester Zeit (sagen wir mal gut eine Stunde) mitten in der Inselgruppe.

Speeeeedboat

Azure.Wir hatten zuerst gedacht, dass man eventuell gleich ein paar Tage auf den Whitsundays verbringen könnte, indem man sich mit einem Wassertaxi zum Campingplatz bringen und nach x-Tagen wieder abholen lässt. Allerdings ist das zum einen ziemlich teuer (je nach Beliebtheit und Entfernung wird es immer teurer) und zum anderen hängt man dann wortwörtlich auf dieser einen Insel fest.
Eine alternative dazu sind die angeboteten Tagestouren, die je nach Anbieter ca 150$ kosten und meist einen Schnorchelgang und mindestens einen Strandgang inklusive haben. Unsere Wahl ist auf ein gelbes Schnellboot im Plastikboot-Design gefallen: Einmal Schnorcheln im Riff und einen Landgang inkl. Lunch auf dem Whitehaven-Beach – Was natürlich Pflichtprogramm ist.

Blubb…

http://farm2.static.flickr.com/1259/5123119850_e690121f4b_m.jpgStopp Numero uno war Schnorcheln. Unsere Bucht lag so ziemlich an der östlichsten Stelle der Inselgruppe – Wenn da jemand verloren gehen würde, wäre es vorbei… Zumindest hat das der einen auf gute Laune machende Entertainer gesagt, während er die Sicherheitshinweise durchgegangen ist.
Da es leider immer noch etwas bewölkt war, musste man um ordentlich was zu sehen auf die Sonne warten. War die Sonne dann allerdings mal da, konnte man unter Wasser ein wahres Farbenspektakel beobachten und überall flitzen große und kleine Fische herum.
Es hat sich sogar eine Schildkröte zu unserem Grüppchen verirrt, die ich leider nicht gesehen habe… Ich war zu sehr damit beschäftigt, mit meinem Schnorchel durchs Wasser zu pflügen und dabei den Futterstückchen, die die Veranstalter ins Wasser geworfen haben auszuweichen.

Strandberührung!

Whitehaven Beach. Paradise.Nach dem ausgiebigen Schnorchelgang wurden wir dann Richtung Whitehaven-Beach verschifft. Auf dem Weg dorthin passiert man (wenn man aus unserer Richtung kommt), das sogenannte Inlet. Im Grunde kann man sich das Ganze aus der Luft folgendermaßen vorstellen: Man nehme einen Schneeweißen Strand mit Azurblauem Meer. Jetzt wischt man den Strand froh und munter in das Meer herain. Voilá – Fertig!
Das Schauspiel wird durch einen dort ins Meer mündenden Fluss erzeugt, der in der Mündung eine Schneeweiße Sandbank erzeugt und die Form immer wieder ein wenig ändert… – Atemberaubend!
Leider war es uns nicht vergönnt, dort an Land zu gehen, sondern nur auf dem Seeweg vorbeizufahren… Aber auch das: Sagenhaft! – Schaut man unter das Boot, so sieht man eigentlich nur eine weiße Fläche, die einen leichten Blauton besitzt.

Im Feindesland

Relaxing on White SandSo schön das alles auch klingt und aussieht: Für uns Foto-Leute ist das weiße Zeug der Tot. Schon bevor wir an Land gegangen sind, wurden wir eingehend über die Effekte des reinen Silizium-Sandes aufgeklärt: In den Sand gelegter Schmuck poliert sich quasi von selbst. Selbiges passiert mit allen anderen Oberflächen.. Wie zum Beispiel: Glas. Ein einzelnes Sandkorn wirkt schon wie superfeines Schmiergelpapier bzw. Polierpaste. Ist für Objektive dann natürlich nicht ganz ungefährlich: “Oh! – Ein Windstoß!” [...] “Warum sind meine Fotos denn nun alle nebelig?”
Aber damit nicht genug… Dieser superschöne, weiße Sand hat es nochmals in sich: Er ist elektrisch leitfähig. Was passiert, wenn der in die Kamera-Elektronik selbst kommt, brauche ich wohl groß nicht zu erklären… – Aber ich liebe die Gefahr (harhar) – Und bin ja normalerweise sehr vorsichtig mit soetwas… – Also trotz der Warnung (der Veranstalter hat mich persönlich normal gefragt, ob ich WIRKLICH sicher bin, die Kamera mitzunehmen…)
Aber es hat sich gelohnt! Um den Strand selbst zu beschreiben, fehlen mir die passenden Worte.. Schneeweiß. Superfein (Er quitscht unter den nackten Fußsohlen) und in einem perfektem tropischem Setting mit Azurblauem Wasser.

Lunchtime!

Monitor in ParadiseNach einiger Zeit gab es dann Essen! Mit Gästen. Die Echsen haben sich natürlich mit der Zeit daran gewöhnt, dass die Touristen gewollt und ungewollt Essen mit an den Strand bringen, an dem sie sich bedienen können. – Zusätzlich zu dem Essen, was ab und an mal herunterfällt, gibt es natürlich immer wieder ein paar Vertreter der Gattung “Mensch”, die auch Füttern. Und dabei gebissen werden. – Herrlich ;-)

The Whitsunday Islands.Nach dem Essen hatten wir dann noch etwas Zeit, bis es an den rückweg ging. Wir haben die Zeit genutzt, einen nahegelegenen Wanderpfad zu erkunden und uns dadurch einen hübschen Ausblick von der Insel erkämpft haben. Ein Ergebnis des Aufstiegs ist auf dem Bildchen rechts zu sehen…
Nach einiger Zeit auf dem Boot war der ganze Spuck dann leider auch schon wieder vorbei. Aber eines ist ganz sicher hängengeblieben: Whitsundays? – Hinfahren & genießen!

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