Tim Oktober - 4 - 2010 Allgemein, QueenslandKommentare deaktiviert

Manchmal kommt es anders als man denkt…
So wie die letzten Tage: Geplant sollte der Tag mit einem Rainforrest-Walk um 9 Uhr beginnen. Als wir aber an dem Info-Center, wo eben dieser starten sollte angekommen sind, haben wir gesehen, dass das Info-Center gar nicht mehr existiert, weil irgend ein Heini das Teil Anfang des Jahres abgebrannt hat. – Wer oder warum da jemand Feuer gelegt hat weiß keiner. Immerhin ist es eine Non-Profit Geschichte und das Geld (wenn es welches gegeben hätte) wäre ja eh mit verbrannt… – Total hirnlos.
Naja… Immerhin gab es einen kleinen Container, der als Ersatz-Info-Center dient. Allerdings sollte der erst um 10 Uhr aufmachen. Do the Math: Rainforrest-Walk laut Info ab 9 Uhr, wir um 8.30 Uhr da, Regen seit.. Öhm.. Stunden (Regenwald? ;-)), kleiner Container mit Mini-Vordach. Wir = Nass.
Aber: Um kurz vor 9 kam doch tatsächlich eine Nette Dame vorbei, hat den Container aufgeschlossen und uns rein gelassen. Wir haben sogar eine Tasse Tee gesponsort bekommen, während wir auf unseren Aborigine-Guide gewartet haben!

PossumDer Walk war super! Von einem Aborigine erklärt zu bekommen was welche Pflanze ist, was man essen kann, woran man wie und was erkennt ist schon super! – Und bei weitem Besser, als die ollen Schilder zu lesen… – Wer also mal die Chance zu soetwas hat: Machen!
Der Walk hat damit begonnen, dass er uns ein gestreiftes Possum in den Bäumen gezeigt hat. – Ein schnuckeliges, etwas Nasses Fellknäuel, was sich auf einen Ast geklammert hat. – Da bekommt man schon etwas Mitleid. (Das große Bild gibt’s dann Bald bei Flickr)

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Weiter ging’s: An einem Fluss konnten wir (durch den Hinweiß vom Guide) einen Wasserdrachen erspähen. Zwar leider recht weit weg – Aber Eindruck macht so eine Echse schon, wenn sie majestätisch im Wasser auf ihrem Ast trohnt.
Der Kommentar des Guide: Wenn Du jetzt noch nen Platypus fotografierst, hast Du ne ganze Kollektion.
Aber den sollte ich nicht bekommen… Zumindest nicht an dem Bach.
Wir haben dann noch einen anderen Walk (diesmal alleine) gemacht und sind dabei auch ein paar ziemlich große Spinnen über den Weg gelaufen. Die Viecher sind in etwa so groß wie meine Handfläche… Und meine Hände sind ja nun nicht gerade sooo klein ;-)
Weiß zufällig jemand, was das für eine Spinne ist?

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Der restliche Tag war dann recht “normal”. So normal, wie Tage hier unten eben sein können… – Bis auf den Moment, als wir auf dem Weg zu dem Info-Center von Atherton (wir wollten nach Arbeit fragen) an einer Platypus-Viewing-Plattform vorbeigekommen sind. Also angehalten, Kameras gezückt und gewartet.
Ein Platypus (übrigens ein Schnabeltier) kam nicht – dafür ein etwas älterer Mann, der auf der Brücke gerade eines gesehen hat. Wir haben dann zu Dritt gewartet und uns unterhalten. – Der Platypus ist dann auch irgendwann aufgetaucht und “nebenbei” hat sich herausgestellt, dass der nette Mann ein Schweizer, nein… Eigentlich ein Deutscher ist. Offiziell ist er aber Australier.
Zu Kompliziert? – Er ist in Deutschland geboren, ist nach der Lehre in die Schweiz, hat sich dort dann irgendwann “eingekauft” (ist Schweizer geworden) und vor ca. 10 Jahren nach Australien ausgewandert und genießt hier seine Pension.
Nachdem wir erfolgreich das geschnabelte Tier geschossen haben (FOTOS! – was ihr schon wieder denkt) hat er uns noch Tipps gegeben, wo wir nach Arbeit schauen könnten und uns letztendlich zum Kaffee eingeladen. – Was uns eigentlich ziemlich gelegen kam, da wir den ganzen Tag irgendwie.. Naja… nass waren ;-)

_MG_9905.jpgWir sind dann mit ihm nach Hause gefahren und wurden mit Kuchen gefüttert, “seinen” Vögeln vorgestellt, die er tagsüber füttert und beobachtet und wir haben bis Abends spät geschnackt.
Wir hatten sogar die Möglichkeit, in seinem Gästezimmer zu übernachten! – Es ist eine Schöne Abwechslung zu den Schaumstoffmatratzen, auf denen wir sonst jede Nacht verbringen.
Als krönenden Abschluss gab es dann noch ein lecker Frühstück… – So kann’s gehen. – Ein “normaler” Tag in Australien ;-)

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